JETZT Soziale Arbeit in der Schule

 

Hilfe bekommen, Lösungen finden, Ideen umsetzen!

„Wolfgang kann ich mal mit Dir reden?“ „Evelyn hast Du in der 3. Stunde Zeit für mich?“ Die 3c geht in letzter Zeit nicht besonders respektvoll miteinander um. Maria fühlt sich ausgeschlossen. Frau M. weiß nicht mehr, was sie mit ihrem Sohn machen soll, er hat Ärger mit den Lehrern, seine Noten sind schlecht. Erik, Jonas und Emre hatten einen heftigen Streit in der großen Pause. Sina, 9 Jahre erzählt: „Mein Papa ist jetzt weggezogen.“ Die Mama von Noah, 7 Jahre alt, fragt die Sozialarbeiterin: „Wie kann ich meinem Sohn helfen, ich glaube er fühlt sich in der Schule nicht wohl. Er möchte in der Früh das Haus nicht verlassen.“

Die Klassenlehrerin der 2a wünscht sich Unterstützung bei einem Projekt zum Thema Umgang im Netz. Im ersten Stock der Schule werden gerade die Wände bunt gestaltet, viele Schüler und Schülerinnen machen mit. „Extrablatt!“ – seit gestern ist die neue Schülerzeitung zu haben. Dienstags und donnerstags treffen sich alle die wollen zum gemeinsamen Hausaufgabenmachen und Lernen in der Bibliothek. Letztens war die 4a im Hochseilgarten und die 1b besuchte den Abenteuerspielplatz am Weltkindertag.

 

Schnittstelle zwischen Schule und Lebenswelt

In der Schule ist immer was los. Kinder und Jugendliche leben in einer Welt, die zwar genauso vielfältig in ihren Möglichkeiten, aber auch genauso unsicher und zerbrechlich ist, wie die der Erwachsenen. Damit verbundene Herausforderungen und Probleme sind dementsprechend in der Schule deutlich zu spüren. Umgekehrt prägt die Schule den Alltag der Kinder und Jugendlichen entscheidend.

Die 14 Sozialarbeiter*innen von jetzt kennen die Herausforderungen, sie arbeiten deshalb an 28 Volks-, Neuen Mittelschulen, Sonderschulen und an einer Handelsschule im Bundesland Salzburg. Sie stehen dort mit einem gewissen Wochenstundenkontingent als Ansprechpersonen zur Verfügung. Sie bieten Projekte für Gruppen oder die ganze Klasse an, beraten einzelne Schüler*innen bei allen möglichen Themen, treffen sich auf Wunsch außerhalb der Schule, führen Gespräche im Elternhaus oder kooperieren mit Partnerorganisationen und Einrichtungen im Sozialraum. Die Sozialarbeiter*innen kennen die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen und machen die Schule auf soziale Themen aufmerksam, sie verstehen sich als Schnittstelle, die gegebenenfalls für ihre jungen Klient*innen Partei ergreift und einen Beitrag für die gute Atmosphäre im Schulalltag leistet. Das Angebot setzt immer auf Freiwilligkeit und Transparenz.

 

Ein niederschwelliges, präventives und lösungsorientiertes Angebot

Konkret bieten die Sozialarbeiter*innen Projekte zu kinder- und jugendrelevanten Themen an, z.B. Kinderrechteworkshops, Online unterwegs – Kompetenzen im Umgang mit Medien, Workshops zum Thema Freundschaft, Beziehung und Sexualität oder rund ums Soziale Lernen und Teambildung. Die Schulzeitung, das Schulparlament oder Schulfeste bieten den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit sich auszudrücken und den Schulalltag mit zu gestalten. Durch die Beziehungsarbeit gewinnen sie Vertrauen und finden Ansprechpartner*innen für ihre Alltagsthemen wie Freundschaft, Klassengemeinschaft und Berufswahl oder Sorgen wie Liebeskummer, Stress mit dem Handy, Konflikte, Mobbing und Probleme zu Hause. In Krisenzeiten und bei Gefährdungssituationen ist der niederschwellige Zugang besonders wichtig. Die Beratung ist vertraulich.

 

Die regelmäßige Präsenz und Einbindung in den Schulalltag, die wertschätzende Kooperation mit der Schulleitung, dem Lehrkörper, Beratungslehrer*innen, Schulpsycholog*innen und Eltern, sowie die Vernetzung der Schule mit Bildungsakteuren im Stadtteil, mit Sozialeinrichtungen sowie Ämtern und Behörden sind wichtige Gelingenskriterien.

„jetzt – Soziale Arbeit in der Schule“ agiert in enger Abstimmung mit der Bildungsdirektion und wird von der Bildungsabteilung des Landes Salzburg finanziert. „jetzt“ ist Teil der Arbeitsgruppe Schulsozialarbeit der ogsa und engagiert sich für die Entwicklung von Schulsozialarbeit in Österreich.