Le Parkour

Die eigene Siedlung auf ganz neue Art entdecken

 

Jugendliche Besucher*innen aus dem KOMM entdeckten vor einiger Zeit, dass das, was sie täglich auf ihrem Weg durch ihre Siedlung machen, nämlich über Mauern zu klettern, über Geländer zu springen oder die Stiegen runterzurutschen eine internationale Trendsportart ist: Parkour. Sie beschäftigten sich intensiv mit den Hintergründen und professionalisierten ihre Techniken, zuerst in den Räumlichkeiten des KOMM, dann kundschafteten sie Routen durch ihre Siedlung aus. Heute überwinden sie physische und mentale Hindernisse auf ihre Art, lernen den eigenen Körper und seine Grenzen kennen und erobern ein Stück öffentlichen Raum.

 

Parkour als Form außergewöhnlicher Auseinandersetzung mit dem eigenen Wohn- und Lebensumfeld schafft eine hohe Identifikation mit diesem und fördert die Wertschätzung verschiedenster Bauten. Auch verursacht die Bewegung ohne jedes Hilfsmittel keine Schäden. Die Jugendlichen selbst sind die Protagonist*innen, auch dann wenn es heißt, die Hausbesorger*innen und Bewohner*innen in vielen Gesprächen über Parkour zu informieren und Verständnis und Akzeptanz für ihre Art der Fortbewegung zu erreichen. Auch wichtig dabei: gute Schuhe, Konzentration und Körperbeherrschung, Wissen über Hebelphysik und Abrolltechniken.